„Deftige Grüße“, Zimmer 20

ZIMMER FREI 2021

im Hotel Mariandl, Goethestr. 51

Eröffnung: 12.10., 19-24 Uhr

Dauer: 13.-17.10.2021
Öffnungszeiten 12-22 Uhr
Finissage am 17.10. mit Live_Musik

Die Vergänglichkeit gehört zu der Poesie des Ganzen

Wir verwenden Begriffe wie „Natur“ und „natürlich“ in Abgrenzung zu jedweder Form der Künstlichkeit
und Produziertheit. Aber allein die Existenz des Wortes „Naturprodukt“ offenbart das paradoxe Spannungs- feld, das zwischen diesen beiden Polen herrscht ‒ die oft verleugnete Schnittmenge inmitten dieser angeb- lichen Dichotomie. Es soll die Natürlichkeit eines Produktes unter- streichen, offenbart aber zugleich die Produziertheit von Natur: wir machen Natur zum Produkt, unterwerfen sie den Regeln eines Marktes. Kultivieren und optimieren sie. Imitieren und inszenieren sie. Verpacken und vertreiben sie. Wir eignen uns „Natur“ an, indem wir sie „managen“. Aber auch in dem wir „Naturprodukte“ konsumieren und sie zum Teil unserer Wohnung und sogar unseres Körpers machen. Wir überlisten und manipulieren Natur und sind doch abhängig von ihr. Doch die Natur überdauert uns und fragt nicht nach uns. Sie ist ohne uns.