I’ve got the Power

Spätgaben, Galerie von Empfangshalle 05 November 2019- 19.01.2020

Vernissage 04.02, Ein paar Tage nach der Welt, Akademiegalerie

Ausstellung 05.02-10.02.2019, Installation, Sound mit Performance an der Vernissage mit Bulgan Molor-Erdene


Human beings in a mob

What’s a mob to a king?

What’s a king to a god?

What’s a god to a non-believer?

Hat der technische Fortschritt den Glauben abgelöst? Oder durch einen Glauben an den technischen Fortschritt ersetzt? Ist Naturwissenschaft eine Naturreligion? Technologie eine neue Form der Transzendenz?

Die Freikirche Way of the Future, gegründet von Ex-Google-Entwickler Anthony Levandowski, überträgt religiöse Symbolik, Rhetorik und Ritenin eine vermeintlich säkulare bis atheistische  digitale bzw. postdigitale Welt. Künstliche Intelligenz wird als Gottheit verehrt, die Bedienungsanleitung zum Katechismus erhoben. Religiöse Praxis als Pragmatismus im Kontext einer als unaufhaltbar und unkontrollierbar empfundenen Technisierung unserer Lebenswelt. Nach dem Menschen muss nun auch Gott zur Maschine werden – oder vielmehr: die Maschine zu Gott – damit wir die Hoffnung und den Glauben nicht verlieren.

Wir mögen das Jenseits für nichtig und Gott für tot erklärt haben, doch unser Denken und unsere Sprache sind nach wie vor durch religiöse Metaphorik vorstrukturiert.Die Arbeit I’ve got the Power sucht nach religiöser Ästhetik, Gestik und Mimik in scheinbar alltäglichen Gegenständen, Haltungen und Handlungen: Pilgern, Beten, Meditieren, die Suche nach Erlösung und Erleuchtung als Teil eines permanenten Prozesses des Auf- und Ent- und Neuladens; einer Kette von Wiederholungen, die sich umdeuten und neu auffädeln, aber nicht durchbrechen lässt.h

Soundperformance